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Suchen Sie die Erklärung zu einem bestimmten Begriff aus der Welt der Börse oder Finanzen? Kein Problem: Versuchen Sie es einfach mit unserem ABC-Service. Man lernt eigentlich nie aus.
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A
absichern
Wertpapier- oder Devisenpositionen können gegen negative Kursentwicklungen abgesichert werden, indem man Derivate kauft bzw. verkauft, und so ein kompensatorisches zweites Risiko übernimmt.
Abzinsungsfaktor
auch Diskontierungsfaktor - Mit dem Abzinsungsfaktor wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.
ad hoc
Ereignisse, die den Kurs einer Aktie maßgeblich verändern könnten, sie müssen unverzüglich von der AG bekannt gemacht werden, um Insidergeschäfte zu verhindern.
Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent. Agio plus Nennwert ergibt den Ausgabepreis. Im Gegensatz hierzu steht das "Disagio", einen Abschlag.
Aktie
Die Aktie ist das Wertpapier, welches ein Anteilsrecht an einer AG festlegt und verbrieft. Eine Aktie ist körperlich unterteilt in Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein (zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen). Man unterscheidet verschiedene Aktienformen wie z.B. Stammaktien, Vorzugsaktien, junge Aktien o.ä., welche teilweise besondere Bedingungen bezüglich Höhe von Dividendenzahlungen, Stimmrecht oder bei Auflösung der AG verbriefen. Junge, noch nicht völlig dividendenberechtigte Aktien stehen älteren Aktien gegenüber.
Aktienanalyse
Die Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der jeweiligen Aktien nach verschiedenen Kriterien wird als Aktienanalyse bezeichnet. Durch verschieden gewichtete Kennzahlen wird die Aktie bewertet. Für Fundamentalisten ist Konjunkturverlauf, Auftragseingang, Preisstabilität etc. wichtig. Monetaristen interessieren sich für die Höhe der Geldmenge, Inflation, Zinsniveau (Realzinsen, Zinskurve, -differenzen usw.). Techniker versuchen anhand der Kursverläufe und Daten von Umsatzhöhe typische Formationen zu erkennen, welche als Kauf-/Verkaufsimpuls interpretiert werden könnten. Psychologen hingegen untersuchen besonders die Entwicklung des Geschäftsklimas, das Konsumverhalten sowie die Stimmung zwischen nicht-/professionellen Börsianern. Ein richtiger Mix von einzelnen Komponenten ist für eine gute Bewertung des Kurspotentials einer Aktie wichtig.
Aktienfonds
Die von einer Investment- oder Kapitalanlage-Gesellschaft verwalteten Vermögen werden Aktienfonds genannt. Zumeist wird in diesem Investmentfonds das Kapital schwerpunktmäßig in Aktien angelegt.
Aktienkurs
Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf, als auch Verkauf). Während der Börsenöffnungszeit wird dieser Kurs nach Angebot/Nachfrage von den Kursmaklern festgestellt.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Kursentwicklung des Aktienmarktes bzw. einzelner Teilbereiche angibt. Wichtige Aktienindices in Deutschland sind der während den Börsenzeiten permanent ermittelte DAX-Index, der Index der Schweizer Blue Chips, der SMI, der österreichsichen Börse, der ATX. Bei den US-Indices sind der sowie der Standard & Poors-500-Index interessant, in Japan der Nikkei-Index.
Allfinanz
Eine Marketing-Strategie von Finanzdienstleister, Banken und Versicherungen, die das Ziel hat, dem Kunden ein das gesamte Finanzthema umfassendes Angebot zu unterbreiten. Es steht dem Cross-Selling-Concept sehr nahe, mit dem aus einem Ein-Produkt-Kunde ein Mehr-Produkt-Kunde entwickelt wird. Banken bieten Versicherungen an und umgekehrt. Dies führte auch zur Konzentration im Markt, da Versicherungen Banken aufkauften oder eben Banken Versicherungen. Der Engpass dieser Ausrichtung ist der Vertrieb.
All Tome High
Das All Time High ist der höchste jemals zustande gekommende Kurs. Dies wird auch als ein historisches Hoch bezeichnet.
Alpha
Das Alpha mißt die Überrendite des Fonds gegenüber dem Marktindex (Referenzindex; Benchmark). Die Kennzahl wird auf Basis der monatlichen Fondsrenditen berechnet. Ein positiver Wert deutet auf einen Mehrwert hin.
Amortisation
Eine planmäßige Tilgung einer Schuld wird als Amortisation bezeichnet.
Analyst
Professioneller Beurteiler, der die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen bewertet und i.d.R. anschließend eine Empfehlung ausspricht.
Anlagestrategie
Ein planmäßiges Vorgehen - eine Anlagestrategie - ist unter Berücksichtigung von diversen Umständen und Risiken (Konjunkturlage, Börsentrend, Zinsentwicklung o. ä.) möglich. Aggressive Anleger setzen auf den schnellen Gewinn und häufige Umschichtung des Depots in schneller laufende Papiere (meist Optionsscheine). Konservativen Anlegern ist die Sicherheit wichtiger und das Depot ist meist mit risikoarmen Werten (Anleihen etc.) zur Erhaltung des Kapitals bestückt. Die Strategie resultiert aus der Anlöagepolitik, die sich mit der Festlegung der einzusetzenden Instrumente zur Realisierung der Anlageziele befasst. Dazu gehören: Auswahl der Wertpapiere, Timing, Steuerung der Barreserve, Absicherung gegen Kursverluste.
Antizyklische Wertpapiere
Wertpapiere, die sich gegenen Trend verhalten. In einer Rezession entwicklen die Aktien sich besser als andere, in Boomphasen dagegen schlechter als der Markt. Diese Werte sind ein Stabilisierungsfaktor in einem Aktiendepot. Zu diesen Aktien zählt z.B. die Pharmaindustrie.
Arbitrage
Ausnutzung von Kursunterschieden bei gleichzeitigem An- und Verkauf derselben Wertpapiere an verschiedenen Märkten (Börsenplatz), in verschiedenen Kontraktmonaten (Termingeschäft), zwischen dem Kassa- und Terminmarkt oder von unterschiedlichen, aber zueinander bezogenen Waren.
Asset Allocation
Den Anlagepräferenzen des Anlegers nach wird bei der Asset Allocation in verschiedene Wertpapiere, Länder und Branchen investiert. Man unterscheidet generell zwischen nationalen und internationaler Allocation und zwischen kurz- mittel- und langfristigen Investitionen.
Asset Management
engl. Bezeichnung für Vermögensverwaltung. Eine Dienstleistung, in dem der bevollmächtigte Asset Manager für den Kunden das Wertpapierdepot verwaltet. Die Verwaltungsvollmacht ist meist beschränkt und nur für Kauf- und Verkauforder nicht aber für Barentnahmen oder Kreditaufnahmen zugelassen. Ein Asset Manager ist unabhängig, wenn er keine Wertpapiere kauft, die er selbst oder ein bei ihm beteiligtes Unternehmen emittiert hat. Er hat andernfalls die Sorgfaltspflicht einen derartigen Interessenkonflikt dem Kunden mitzuteilen.
Average-Garantie-Zertifikat
Average-Garantie-Zertifikate können dem Anleger eine höhere Partizipationsrate im Vergleich zu herkömmlichen Garantie-Zertifikaten bieten. Hier orientiert sich die Rückzahlung nicht allein an dem Kurs des Basiswertes zum Laufzeitende, sondern es wird der arithmetische Durchschnitt des Kurses zu verschiedenen Zeitpunkten betrachtet. Diese Durchschnittsbildung hat für den Anleger den Vorteil, dass ein plötzlicher Kursabsturz kurz vor Laufzeitende nicht die gesamte Rendite kaputtmacht. Wenn allerdings der Durchschnitt z. B. aus monatlich über die gesamte Laufzeit verteilten Messpunkten berechnet wird, dann drücken die vielen Messpunkte am Anfang der Laufzeit den Gesamtdurchschnitt und somit indirekt die tatsächliche Partizipationsrate aus.