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BC

Know how > ABC Börsenwissen

B

b

Der Kurszusatz b steht für "bezahlt" und besagt, dass die vorliegenden Aufträge zu dem Kurs ausgeführt wurden. Angebot und Nachfrage fanden einen Ausgleich.


Baisse


Die Baisse bezeichnet eine anhaltende Abwärtsbewegung der Kurse. Sie ist als Gesamttendenz zu verstehen. Es herrscht ein "Bären-Markt" vor (bearish). Das Gegenteil hierzu ist die "Hausse", die Aufwärtsbewegung. (Bull Market - bullish).

Baissier

Der Baissier steht im Gegensatz zum Haussier. Er spekuliert auf fallende Preise.

Bankgebühren

Diverse Arten von Kosten, die von den Banken für deren Serviceleistungen in Rechnung gestellt werden, fallen unter die Bankgebühren. Im weitläufigen Sinne auch Bearbeitungs- oder Administrationsgebühren; börsenspezifisch z.B. auch Depot- und Transaktionsgebühren.

Bankgeheimnis


Die Verschwiegenheitspflicht der Banken gegenüber Dritten über die Vermögensverhältnisse ihrer Kunden bezeichnet man als Bankgeheimnis. Nur in speziellen, gesetzlich geregelten Fällen müssen die Kreditinstitute von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht abweichen und bestimmten staatlichen Institutionen Informationen zur Verfügung stellen, die von diesen verlangt werden. Das Bankgeheimnis ist in der Schweiz besonders streng und gehört zu den Stützpfeilern der Schweizer direkten Demokratie. Es schützt einen wichtigen Teil der Privatsphäre vor anderen oder dem Staat. Auskunft wird hier nur in Fällen von strafrechtlicher Verfolgung gewährt, wenn der Tatbestand auch in der Schweiz strafrechtlich verfolgt werden würde. Eine Verletzung des Bankgeheimnisses wird streng bestraft.

Basiswert

Begriff für das bei Options- und Termingeschäften zugrundeliegende Kassamarktinstrument, welches bei Ausübung oder Fälligkeit des Options- oder Termingeschäftes anzudienen oder zu erhalten ist. Aufgrund dieser Beziehungen besteht eine hohe Korrelation der Wertentwicklung von Options- oder Termingeschäften und Kassamarktinstrument.

Basket-Zertifikat

Einem Basket-Zertifikat liegt ein Korb von unterlegten Aktien (Underlyings) zugrunde, der vom Emittenten (Bank, Anbieter) meist zu einem bestimmten Thema zusammengestellt wurde. Der faire Preis eines Basket-Zertifikats berechnet sich aus den aktuellen Preisen aller Underlyings entsprechend ihrer jeweiligen Gewichtung im Aktienkorb.

Beleihungswert

Der Beleihungswert von Wertpapieren, wenn man sie zum Beispiel als Sicherheit bei einer Bank hinterlegen will, ist für die unterschiedlichen Arten von Wertpapieren verschieden. Sparguthaben lassen sich zu 100% beleihen, bei Anleihen/Obligationen generell 75-80% und bei Aktien 50-60% des Kurswertes.

Benchmark

Benchmark bezeichnet einen Ziel- oder Referenzwert, an dem man das eigene Investment oder die Performance von Fonds oder Investmentstrategien eines Vermögensverwalters messen kann. Als Benchmark dienen oft wichtige Indices wie z.B. der MSCI World Aktienindex für weltweite Anlagen in der ganzen Welt (Dynamische Strategie) oder der DAX für Aktien in Deutschland oder der LB Euro Aggr. 50%/FTSE World 50% für Anlagen, die etwa zur Hälfte in Aktien und zur anderen Hälfte in anderen Wertpapieren (wie Anleihen) angelegt werden. (Balanced-Strategie)

Beta

Die Kennziffer Beta misst die Volatilität eines Investments in Bezug auf eine Maßgröße (Benchmark). Das Beta ist das relative Maß der Anpassung des Ertrages einer Investition an die Veränderungen der zugeordneten Benchmark-Erträge. Das Beta einer Investition ist die Leistung eines Asset Managers, da es die zum Markt (Benchmark) relative Leistung (Performance) misst.

Bluechips

Aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch übernommene Bezeichnung für Standardaktien mit hohem internationalem Ansehen.

C

Call

Die englische Bezeichnung für eine Kaufoption. Der Käufer des Call erwirbt das Recht - aber nicht die Pflicht - während der Laufzeit die angebotenen Wertpapiere (Aktien mit Basiswert) zu den festgelegten Konditionen (Ausübungspreis) zu kaufen. Der Call-Käufer wird sein Recht nur dann ausüben, wenn der Preis des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt. Er entrichtet für diese Option eine Prämie. Der Gegensatz dazu ist ein "Put" bzw. die Verkaufsoption.

Cap

Caps (und Floors) sind eine Versicherung gegen steigende (bzw. fallende) Zinsen. Der Käufer ist der Versicherungsnehmer, der Verkäufer der Versicherungsgeber. Bei einem Cap wird dem Cap-Käufer gegen Zahlung einer Prämie garantiert, dass die Zinsbelastung aus der bestehenden oder noch aufzunehmenden variabel verzinslichen Verbindlichkeit eine festgelegte Zinsobergrenze (Strike) während der Laufzeit des Caps nicht übersteigt. Gleichzeitig partizipiert der Cap-Käufer von fallenden Zinsen. Der Cap-Verkäufer verpflichtet sich, eine eventuell über den Strike hinausgehende Mehrbelastung durch eine Zahlung an den Versicherungsnehmer auszugleichen.

Capped-Garantie-Zertifikat

Bei Capped Garantie-Zertifikaten kann sich der Anleger an leicht höheren Partizipationsraten im Vergleich zu herkömmlichen Garantie-Zertifikaten freuen. Im Gegenzug ist dafür die Rückzahlung gedeckelt, so dass der Anleger zwar an leichten Kurssteigerungen zu einem höheren Anteil partizipiert, als bei herkömmlichen Produkten, bei explodierenden Kursen allerding in seiner Performance zurückbleiben kann.

Cash-Flow-Ratio

Das Cash-Flow-Ratio ist eine Rentabilitätskennziffer, die auf der Basis des Cash-Flows berechnet wird. Sie gibt an, um das wievielfache der Cash-Flow pro Aktie im Kurs der Aktie enthalten ist.
Berechnung: Cash-Flow-Ratio = Aktienkurs / Cash-Flow je Aktie.
Den Cash-Flow je Aktie erhält man durch die Berechnung:
Cash-Flow je Aktie = Cash-Flow des Unternehmens / Anzahl der Aktien.

CFD (Contract for difference)

CFDs (Contracts for difference) gehören wie Futures, Zertifikate und Optionsscheine zur Gruppe der derivativen Wertpapiere.
Bei einem solchen Differenzkontrakt wettet der Anleger auf Kursunterschiede beim Basiswert, wie Aktien, Aktien- und Rentenmarktindizes, Anleihen, Rohstoffen oder Devisen. Der Käufer partizipiert 1:1 an der Kursbewegung, ohne den jeweiligen Wert selbst zu besitzen – demnach entspricht der Wert eines CFDs dem zugrundeliegenden Basiswert. CFDs werden nicht über die Börse gehandelt sondern ein Broker oder eine Bank treten als Emittent und Vertragspartner auf. Bei CFDs handelt es sich nicht wie bei anderen Derivaten um Termingeschäfte - es gilt keine Fälligkeit, die Laufzeit des Kontraktes ist unbegrenzt. Ziel eines CFDs ist es, eine positive Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufswert zu erwirtschaften. Die Differenz zwischen der Eröffnung und der Schließung der Position wird Spread genannt. Bei CFDs handelt es sich quasi um eine kreditfinanzierte Möglichkeit des Kaufs eines Basiswertes. Daher werden in der Regel für einen Kauf zudem Finanzierungszinsen fällig. Umgekehrt werden bei Verkäufen meist sogar Habenzinsen ausbezahlt.

Contracts for difference sind hoch spekulative Investments. Trotz der hohen Gewinnmöglichkeiten sind entsprechende Verlustrisiken zu beachten, wenn der Anleger auf die falsche Richtung der Kursbewegung wettet. Ein großer Hebel kann gleichzeitig auch eine Steigerung des Risikos bedeuten – so kann es auch zu einem Totalverlust kommen. Während einer längeren Haltedauer fallen zudem neben der Margin weitere Finanzierungskosten an. Der Investor erwirbt nicht den zugrundeliegenden Basiswert selbst und ist daher nicht dividendenberechtigt und verfügt über keinerlei Stimmrecht.

CFDs eignen sich primär für die kurzfristige Geldanlage risikofreudiger Anleger. Es sollten nur Beträge eingesetzt werden, deren Totalverlust zu verschmerzen wäre.

Chart-Analyse

Eine Bewertung von Aktien, die rein aufgrund des Kursverlaufs stattfindet, und fundamentale Daten über das Unternehmen nicht berücksichtigt, wird als Chartanalyse (Technische Analyse) bezeichnet. Mit Hilfe von Referenzsituationen wird versucht, vom derzeitigen Verlauf des Charts auf den zukünftigen zu schließen. Dabei will man neben Trendverläufen auch Ober- und Untergrenzen für den Kursverlauf ableiten. Die Chart-Analyse bezieht sich auf Kursverläufe in der Vergangenheit. Sie wird in der Taktik von Asset Managern häufig eingesetzt.

Commission

Die Commission ist eine Provision, welche ein Börsen-Broker für seine Vermittlungstätigkeit erhält. Sie wird für den Kauf und Verkauf gemeinsam erhoben (round turn commission).

Commodity

Commodity ist ein Sammelbegriff für "Ware", insbesondere Terminware als Kurzbegriff für "Commodity Future", ein Warentermingeschäft.

Convertible Bond

Englische Bezeichnung für Wandelobligation (Wandelanleihe). Der Inhaber einer Wandelanleihe kann diese während der Laufzeit der Anleihe zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien umwandeln. Ob die Wandlungsmöglichkeit für den Inhaber interessant ist, hängt von der Entwicklung des Aktienkurses ab. Soweit das Wandlungsrecht nicht ausgeübt wurde, wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Dieses Wertpapier ist eine in cder Balanced-Strategie häufig eingesetztes Wertpapier.

Core-Satellite-Strategie

Eine Strategie der Vermögensverwaltung, in der im Kern (Core) die Hauptausrichtung der Strategie mit ca. 50-70% des Portfolioanteils belegt wird. Das ist bei einer dynamischen Ausrichtung meist ein Aktien-Performance-Index wie z.B. der EUROSTOXX oder der DAX. Mit der Indexanlage wird somit autuomatisch das Niveau des Benchmark (Index) abgebildet und erreicht. Die Überperformance wird durch die Satelliten um den Kern herum festgelegt. Dies können je nach Marktlage interessante Regionen, Themen (wie z.B. neue Energien, Rohstoffe) und strukturierte Hebel- oder Stabilisierungsprodukte wie Garantiezertifikate oder Immobilienfonds sein. Je nachdem wie gross ein Depot ist, umso vielfältiger kann durch die Satelliten die Möglichkeiten sein. Dagegen ermöglicht die Strategie auch kleinen Depots mit dem Kern und wenigen Satelliten an der Marktentwicklung teilhaben zu können.


Cost-Average-Effect


Bei Sparplänen mit regelmäßigen Einzahlungen erreicht der Anleger, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden. Diese regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge über einen längeren Zeitraum hat für den Anleger den Vorteil, dass er die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis kauft. Zudem wirkt sich positiv aus, dass der Anleger im Rahmen eines Sparprogramms auch Anteils-Bruchteile erwirbt und den Kauf nicht auf volle Stücke abstellen muß.

Coupon

Der Coupon bezeichnet die Zins- oder Dividendenscheine, die das Recht zum Empfang fälliger Zinsen oder Dividenden verbriefen. Eine größere Anzahl hiervon wird auch als Bogen bezeichnet.

Courtage

Die Courtage (oder auch "Brokerage") ist eine Vermittlungsgebühr, welche ein Börsenmakler bei Aktienkauf oder -verkauf vom jeweiligen Anleger erhält. Eine Courtage ist einheitlich festgesetzt. Bei Aktien bewegt sie sich meist in einer Höhe von 0,06 % des Kaufpreises.




 
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