DELTA COACHING

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Charlie

Know how

Fragen an Charlie beantwortet er sehr kompetent.

Charlie ist sehr erfahren und verfügt über ein immenses Wissen in allen Bereichen der Finanzbranche. Er beantwortet auch schwierige Fachfragen in seiner unkomplizierten Art. Charlie ist aber kein Prophet oder Wahrsager - aber seine Erfahrungen lassen sich oft auch in die Zukunft projizieren.

Charlies Antworten zu wichtigen und allseits interessierenden Fragen werden hier aufgeführt.

Charlie, funktioniert die Vermögensverwaltung wie ein Dachfonds?

Nein. Ein Dachfonds ist ein Produkt, ein Investmentfonds, welches fix konzipiert ist, was in einem Prospekt festgehalten ist und als Produkt in dem Land, in dem es vertrieben werden soll, genehmigt werden muss. Der Kunde erwirbt einen Anteil am Fondsvermögen. Die Vermögensverwaltung ist eine Dienstleistung eines Treuhänders (Verwalters), in dem er im Namen des Kunden auf dessen Konto Wertschriften (z.B. auch Fonds) kauft und verkauft. Diese Dienstleistung kann im eigentlichen Sinne nicht wie ein Produkt vertrieben werden, sondern der Treuhänder wird empfohlen. Jeder Interessent kann überall in der Welt diese Dienstleistung nutzen, es sei denn es wird ihm durch Gesetz verboten, Geld aus dem Land auszuführen. Deshalb braucht der Verwalter nur eine Genehmigung in dem Land, in dem er sitzt und durch die Behörden streng kontrolliert wird. Hier ist die Schweiz durch die Qualität dieser Dienstleistung weltweit berühmt.

Charlie

Charlie - das heisse Thema "Steuern". Muss ich mit einem Konto in der Schweiz keine Steuern zahlen?

Die Frage kann ich nur allgemein beantworten, da ich nicht weiss, wo Sie leben. Steuerpflichtig ist ein Anleger in dem Land seines Wohnsitzes - und zwar mit seinem gesamten "Welteinkommen" und zu den Bedingungen des jeweiligen Landes. Die Schweiz hat mit sehr vielen bedeutenden Staaten Doppelbesteuerungsabkommen. Diese führen dazu, dass der Anleger die Steuer, die er in der Schweiz als Anleger zu entrichten hat, in einem solchen Staat nicht nochmals, also doppelt, bezahlen muss. So werden die Zinserträge der Anleger aus der EU z.Zt. mit 20% an der Quelle (der Bank) versteuert. Diese Zinsertragssteuer erhält die EU so pauschal von der Schweiz. Der Kunde, der sein Konto in seinem Heimatland bei der Steuererklärung deklariert, kann aber auch durch besonderen Antrag auf diese Quellensteuer und somit auch ausdrücklich auf das Bankgeheimnis bezügliches seines Kontos verzichten.


Was hat das Bankgeheimnis in der Praxis für eine Bedeutung?

Das persönliche Vermögen gehört neben Krankheiten für viele Menschen zu den ganz persönlichen Daten und Informationen, die er nicht jedem frei zugägnlich machen möchte. Diesem wird in der Schweiz durch das strenge und staatlich geschützte Bankgeheimnis Rechnung getragen. Die Gründe für die Geheimhaltung sind vielfältig, wie unterschiedlich Menschen sind. Es ist für den einen ein liberaler Grundsatz, für den anderen die Furcht vor staatlicher oder gesellschaftlicher Macht oder es gibt rechtliche oder familäre Gründe für diese Sicherheit. Für mich ist es ein wenig kurios, dass Menschen einerseits auf einen strengen Datenschutz von Namen, Geburtsdatum und Wohnort besonderen Wert legen, aber andererseits ihre finanziellen Verhältnissen nicht so sehr als schützenswert betrachten.

Charlie, was halten Sie von Hedgefunds und Zertifikaten?
Es sind beides sehr komplexe Finanzprodukte mit einer kaum noch zu überblickenden Vielfalt. Dies betrifft sowohl die Risiken als auch die Kostenstruktur. Die DELTA investiert zurzeit aus diesen Gründen in keine dieser beiden Formen. Es gibt aber sicherlich sehr gut gemanagte Hedgefunds und clever aufgebaute Zertifikate. Der Vermögensverwalter wird verantwortlich nur das Geld seiner Kunden in die Produkte investieren, die er auch übersehen und einschätzen kann.

Was ist eigentlich "Family Office"?
Das Family Office ist eine ganzheitliche Vermögensverwaltung für sehr reiche Familien, bei denen der Vermögensverwalter nicht nur Depots verwaltet, sondern sich um alle finanziellen Angelegenheiten der Familie kümmert. Insbesondere die Immobilienverwaltung oder die steuer-rechtliche Konstruktion kommen hier neben denen in einem Depot mit Valorennummer eingebrachten Wertschriften als Aufgabenbereich hinzu. Meist handelt es sich bei einem Family Office um Vermögenswerte von mehr als 50 Millionen CHF.


Charlie - kann ein Entnahmeplan genauso nachteilig sein wie ein Sparplan Vorteile hat?
Sie denken da sicherlich an den "Cost-Average-Effect", der für Sparer bei volatilen (schwankenden) Kursen zu einem Durchschnittspreis führt und damit zusätzliche Vorteile ermöglichst. Bei einer Entnahme oder regelmässigen Teilauszahlungen kann es natürlich negativ sein, wenn die Kurse stark fallen. Dann reduziert der Anleger sein Depot von der Basis her und hat bei meist nachfolgenden Kurssteigerungen weniger Potenzial zur Verfügung. Nur - es gibt meist für den Anleger keine Alternative zur Auszahlung, wenn er das Geld doch benötigt. Kann er auf Auszahlungen verzichten, dann sollte er dies vor allen Dingen bei niedrigem Kursniveau auch tun. Ansonsten muss der Vermögensverwalter unbedingt von derartigen Plänen der Anleger wissen, um rechtzeitig die Liquidität des Kontos günstig zu managen. Negative Auswirkungen haben aber meist die emotionalen Entscheidungen der Anleger, die sich erst langfristig orientiert haben, um dann doch durch kurzfristige Börsenbewegungen schnell alles anders machen wollen. Dies sind meist die "dummen" Verluste, die man vermeiden sollte.

Was bedeutet für Sie langfristig und was kurzfristig?
Aus Sicht der Kapitalanlage und Vermögensverwaltung bedeutet für mich "langfristig" ein Anlagehorizont von über 5 Jahre - meist 10 Jahre. Mittelfristig ist ein Anlagezeitraum von 4-5 Jahre. Unter 4 Jahre ist eine Kapitalanlage kurzfristig. Die Dienstleistung einer Vermögensverwaltung sollte nicht unterhalb einer Anlagedauer von 4 Jahren genutzt werden. In kurzfristiger Frist kann ein Vermögensverwalter nicht seine mittel- oder langfristige Strategie mit gewohnter Sicherheit umsetzen. So kann er auch nicht schon gar nach wenigen Wochen oder Monaten beurteilt werden.


Charlie, sollte man besser in Aktien oder in Gold und Immobilien sein Geld investieren?

Ihre Frage kann ich nicht so beantworten, da das Thema komplexer ist. Wenn Sie Geld sicher anlegen wollen, dann müssen Sie vorher sich dafür entscheiden, für welchen Zeitraum Sie das Geld investieren wollen oder wann Sie Ihr Geld teilweise oder total anders verwenden wollen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie sich auch in der Zeit, in der das Geld für Sie arbeiten soll, wohl fühlen. Halten Sie die Schwankungen der Börse aus? Wieviel kurzzeitigen Wertrückgang können Sie emotional verkraften? Letztlich spielt bei der Entscheidung für Sie auch eine Rolle, was Sie ansonsten für Vermögenswerte, Sparpläne, Versicherungen, Immobilien usw. haben - oder werden Sie in naher Zukunft wahrscheinlich erben? Ich empfehle Ihnen auch alle Fälle eine Vermögensverwaltung und davor vielleicht sogar die Beratung durch einen unabhängigen Finanzberater oder Finanzplaner. Dann werden Sie mit Ihrer Entscheidung richtig liegen.


Ist es in der Zeit, in der die Aktienkurse wieder steigen, sinnvoll mit einem Wertpapierkredit eine Hebelwirkung zu erzielen?

Dies kann sicherlich sehr profitabel sein, wenn ... ja, wenn die Aktienkurse weiter steigen. Wenn nicht, dann ist eine kreditfinanzierte Anlage auch ein Hebel in die Verlustzone. Ich empfehle nur Anlegern mit Erfahrung und mit dem Bewusstsein, höheres Risiko einzugehen, zu dieser Überlegung. Wenden Sie sich an den Vermögensverwalter, der wird auch dies für Sie verantwortungsvoll managen. Er hat auch die Möglichkeit, je nach Börsensituation den "Lombardkredit" nur teilweise oder gar nicht einzusetzen. Die Höhe eines Wertpapierkredits richtet sich nach der Höhe und Inhalt des Depots; er kann meist zwischen 40% und 50% des Depotwertes liegen.

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