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F
Family Office
Das Family Office ist eine Weiterentwicklung des Wealth Management und eine umfassende ganzheitliche Vermögensverwaltung im Rahmen eines Financial Planning für sehr vermögende Kunden, die sich nach dessen Risikoprofil und Anlagezielen orientiert. Häufig umfasst diese Dienstleistung Beratungen im Erbschaftsfall, Steuern und Recht sowie die Immobilienverwaltung. Hierfür hat der Wealth Manager ein Team von Spezialisten um sich, um die vermögende Familie zu beraten.
Fed
Die Federal Reserve Bank ist die Zentralbank der USA. Sie soll mit Hilfe der geldpolitischen Instrumente Preisstabilität, eine geringe Arbeitslosigkeit, ein langfristiges Zahlungsgleichgewicht und ein angemessenes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum anstreben. Die Festlegung der Reihenfolge der Ziele ist eine Ermessensentscheidung des Board of Governors. An Instrumenten stehen die Mindestreservepolitik, die Offenmarktpolitik sowie die Refinanzierungspolitik zur Verfügung. Des weiteren die Erlaubnis, den Eigenkapitalanteil bei Wertpapierkäufen festzulegen (margin requirements) und mit der Befugnis des Präsidenten zeitweise eine Kreditplanfondierung einzuführen. Das Pendant in Europa ist die Europäische
Zentralbank in Frankfurt am Main.
Feindliche Übernahme
(englisch: hostile take-over) Bezeichnet die, im ersten Schritt nicht offizielle, Kaufabsicht eines Interessenten. Der Kaufinteressent versucht hierbei die Aktienmehrheit an einem Unternehmen zu bekommen, um so die Stimmmehrheit zu erlangen. Oftmals werden feindliche Übernahmeangebote durchgeführt, wenn eine Aktiengesellschaft an der Börse unterbewertet ist.
Festgeld
Die Festlegung eines bestimmten Geldbetrages bis zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt. Der Gläubiger stellt diesen Betrag für die vereinbarte Zeit zur Verfügung und erhält dafür eine Verzinsung. Dies wird auch als Festgeldgeschäft bezeichnet.
Festverzinsliche Wertpapiere
Wertpapiere, die zu einem fest vereinbarten (unveränderlichen) Satz während ihrer Gesamtlaufzeit verzinst werden, wie z. B. Anleihen, Pfandbriefe oder Obligationen. Im Gegensatz dazu stehen Dividendenwerte wie Aktien, deren Erträge nicht festgelegt sind. Festverzinsliche Wertpapiere werden auch als Rentenwerte bezeichnet. Sie sind Geldwerte und können im Falle einer Inflation entwertet werden.
FIBOR
Abkürzung für: Frankfurt Interbank Offered Rate. Bezeichnung für einen am Frankfurter Bankplatz ermittelten Zinssatz, zu dem Banken bereit sind, bei anderen Banken DM-Gelder für die Dauer von 3 - 6 Monaten als Festgelder oder Termingelder anzulegen (Interbanken-Zinssatz).
Finanzintermediäre
Institute, die auf dem Geld-, Kredit- und Kapitalmarkt tätig sind und die versuchen, einen Ausgleich zwischen anlagesuchenden Finanzmitteln und dem Bedarf an Finanzmitteln zu schaffen. Zu ihnen gehören beispielsweise Bausparkassen, Banken, Versicherungsgesellschaften, Vermögensverwalter und im weitestens Sinne auch Finanzberater.
Fonds
Französisch für "Kapital". Ein Fond ist eine Sammlung aus verschiedenen Anlagewerten nach dem Grundsatz der Risikoverteilung (z.B. Wertpapiere, Aktien, Obligationen, Immobilien, Waren). Am bedeutesten sind die Aktienfonds. Daneben sind noch wichtig Obligationenfonds (Bonds) und Immobilienfonds. Mit einem Fondsanteil erwirbt der Käufer einen Anteil am Sondervermögen des Fonds, das vom Fondsmanager verwaltet wird; er trifft die Entscheidungen nach den für den betreffenden Fonds geltenden Anlagerichtlinien. Das Fondsvermögen errechnet sich aus dem Tageswert sämtlicher Vermögenswerte des Fonds. Wertpapiere werden dabei zum aktuellen Tageskurs, Immobilien zum Ertragswert bewertet.
Freiverkehr
Handel in amtlich nicht notierten Werten. Es ist ein Teilmarkt des Effektenhandel. Wertpapiere, die in den geregelten Freiverkehr einbezogen werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die im reinen Freihandel (Telefonverkehr außerhalb der Börse) nicht vorzuliegen brauchen. Besonders Regionalwerte und Lokalwerte mit begrenztem Wirkungskreis sowie Familiengesellschaften befinden sich im Freihandel.
Fundamental-Analyse
Bei der Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die Finanzkraft, Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Informationen wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität zu prognostizieren und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten.
Futures
Standardisierte, unbedingte Terminkontrakte, d.h. sie müssen erfüllt oder durch Gegengeschäfte glattgestellt werden. Financial Futures sind Terminkontrakte auf Anleihen, Aktien, Währungen oder auch Indices.
Commodity Futures sind Terminkontrakte auf Waren. Ein Terminkontrakt verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu tätigen. Hierzu muß eine Lieferung des Underlyings stattfinden, außer der Kontrakt wird vor Ablauf der Zeit glattgestellt.
G
G
Kurszusatz für amtlich mitgeteilte Kurse im Kursblatt und bedeutet, dass zu dem notierten Kurs es eine Nachfrage nach Wertpapieren gab, allerdings lag kein oder nur ein sehr geringfügiges Angebot vor. Es wurden keine Umsätze getätigt.
Gamma
Das Gamma gibt die Sensitivität des Optionsdeltas bezüglich der Veränderung des Underlying-Kurses an und erfasst damit die Delta-Veränderung. Die Berücksichtigung des Gammas erhöht die Genauigkeit der Optionspreisschätzung.
Gap
Das Wort Gap heißt wörtlich übersetzt Lücke oder Unterbrechung. In einem Chart bezeichnet der Analyst Kursniveaus, zu denen kein Handel stattgefunden hat als Gaps.
Garantiefonds
Fondstyp, der in der Regel am Ende der Fondslaufzeit entweder die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals (Geld-Zurück-Garantie/Money-Back-Garantie) oder wenigstens eines bestimmten Prozentsatzes davon verspricht. Zudem wird der Anleger bis zur Endfälligkeit mit einer bestimmten Partizipationsquote am Kursanstieg des jeweiligen Marktes beteiligt. Alternativ wird der Gewinn auf einen bestimmten Prozentsatz des Indexanstiegs beschränkt. Garantiefonds haben meist einen hohen Gebührenansatz und eine feste Mindestlaufzeit (Fondslaufzeit).
Garantiespannen-Zertifikat
Garantiespannen-Zertifikate sichern das Kapital des Anlegers nicht vollständig ab, sondern bieten meist nur einen Risikopuffer von etwa 20%-30%. An Kursgewinnen partizipiert der Anleger mit einer vorher festgelegten Rate, z. T. sogar überproportional mit mehr als 100%. Dafür muss der Anleger bei Absinken des Basiswertes über den Risikopuffer hinaus überproportional an den Verlusten partizipieren.
Geldmarktfonds
Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in Geldmarkttitel und liquiden Papieren mit sehr kurzen Laufzeiten investieren. Zu den Geldmarktinstrumenten zählen neben Termingeldern, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit kurzer Restlaufzeit auch Commercial Papers und Einlagen bei Banken (Certificates of Deposit). Der Vorteil gegenüber Termingeldern oder Spareinlagen besteht darin, dass man nicht an bestimmte Fristen von 30, 60 oder 90 Tagen gebunden ist, sondern - bei attraktiver Verzinsung - jederzeit über das Geld verfügen kann.
Genussschein
Genussscheine sind Wertpapiere, durch die der Käufer als Geldgeber eines Unternehmens fungiert. Dafür erhält er die Berechtigung, am Gewinn teilzuhaben. Der Unterschied zu einer Aktie besteht darin, daß Genussscheine dem Besitzer keinerlei Stimmrechte im Unternehmen geben.
Geschlossener Fonds
Ein geschlossener Fonds ist ein Investmentfonds, welcher Anteile zeitweise und bis zu einem bestimmten Umlaufsvolumen zwar emittiert, nicht aber zurücknimmt. Die Anteile werden weiterhin am Markt gehandelt. Geschlossene Immobilienfonds wurden so z.B. für ein bestimmtes Objekt (Wohnanlage) eingesetzt. Offene Fonds dagegen sind an der Börse handelbar und nicht begrenzt.
Gewinnanteilschein
Die Gewinnanteilsscheine bezeichnet man als Dividendenscheine (bei Aktien). Diese legen den Anspruch auf eine Gewinnauszahlung fest. In der Regel verjährt ein Gewinnanteilsschein nach einem Zeitraum von vier Jahren.
Gewinnbeteiligung
Bei Aktien ist es die Dividende; bei Vermögensverwaltern ist es die Performancefee, eine Gebühr, die der
Verwalter nur für eine Nettoperformance (Effektivverzinsung) innerhlab eines Zeitraums erhält.
Gratisaktien
Gratisaktien werden ausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft offene Rücklagen in Grundkapital umwandelt. Zwar zahlt ein Aktionär für diese Gratisaktien zumeist nichts, jedoch der Wert seiner alten Aktien sinkt. Die Eigenmittel der Gesellschaft werden davon nicht verändert, so dass die Beteiligung des Aktionärs gleich bleibt.