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Know how > ABC Börsenwissen
H


Hausse


Eine Hausse wird auch als Bull Market bezeichnet. Diese Marktsituation ist gekennzeichnet durch einen länger anhaltenden Kursanstieg. Mit einer Hausse ist allerdings nicht gemeint, dass sich nur der Kurs eines Papieres überdurchschnittlich entwickelt, sondern, dass sich der gesamte Aktienmarkt oder der gesamten Rentenmarkt oder zumindest wichtige Teilbereiche über die Erwartungen der Marktteilnehmer entwickelt.

Hedgefonds


Hedging bedeutet eigentlich eine Hecke bauen, um zu versuchen, sich gegen Preisrisiken abzusichern. Wer beispielsweise im Besitz von Aktien ist, trägt das volle Risiko der Preisschwankungen. Durch den An- oder Verkauf von Futures oder Optionen kann man sich durch das entsprechendes Gegengeschäft an den Terminbörsen absichern. Mit Hedge-Funds werden Investmentfonds bezeichnet, die bezogen auf ihre Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen unterliegen. Unter Verwendung jeglicher Anlageformen wird eine möglichst rasche Vermehrung des Kapitals angestrebt. Deshalb bieten Hedge-Funds die Chance auf eine sehr hohe Rendite, beinhalten jedoch auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts, da sie überwiegend in Optionen und Futures investieren. Ausserdem steht die Intransparenz der Kostenstruktur häufig in der Kritik.

High Yield Bonds

Anleihen, die eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung bei gleichzeitig überdurchschnittlich hohem Risiko aufweisen. High Yield Bonds werden von Unternehmen ausgegeben, die aufgrund ihrer bereits bestehenden hohen Verschuldung keine weiteren Bankdarlehen aufnehmen können bzw. denen auch keine  von "normalen" Anleihen (mehr) möglich ist. Sie werden von den Ratingagenturen i.d.R. als BB+ oder schlechter eingestuft.  Deshalb werden High Yield Bonds oft auch als Junk Bonds (wörtlich: Ramsch-, Schrott oder Abfallanleihen) bezeichnet.

High-Water-Mark-Methode

Die High-Watermark-Methode (wie bei Hochwasser: Höchststand) bezieht sich auf die Gebühr eines Vermögensverwalters oder Fonds in Bezug auf den Höchstand des Depots, also das beste Resultat. Dieses Resultat an vorher bestimmten Stichtagen ist die "Hochwasser"linie und Messlatte für den Erfolg des Portfoliomanagers. Übertrifft er mit seiner Nettoperformance (nach Abzug aller Kosten) diese Linie, so erhält er eine Gewinnbeteiligung am Ergebnis (acuh Performance-Fee).

Bleibt die Performance unter dieser Linie, erhält der Vermögensverwalter so lange keine Performancefee bis die alten Höchststände an einem der Stichtage wieder übertroffen wurden. Als erste Markierung eines Depots gilt die Einzahlung des Kunden.

Diese Methode bezieht sowohl die Interessen der Kunden als auch die des Vermögensverwalters ein und gilt als eine faire Vergütungsform. Sie bezieht sich auf das absolute Nettoergebnis.



I

Im Geld

Eine Option ist im Geld, wenn sie einen inneren Wert größer null hat. Je größer die Differenz des Underlyings zum Strike, desto weiter ist die Option im Geld. Bei großen Abweichungen spricht man daher auch von Optionen, die "tief im Geld" sind.


Immobilienfonds


Fonds, die das Geld der Anleger in Sachwerte investieren, werden als Immobilienfonds bezeichnet. Die Ausschüttungen bei Immobilienfonds werden meist aus Mieteinnahmen erwirtschaftet.


Index

(p.l.: Indices) Von der Statistik geliefertes Instrument, um Preis- und Mengenbewegungen von Gütern und Wertpapieren (Aktienindex) im Zeitablauf anschaulicher darzustellen. Dies geschieht meist dadurch, dass die betrachteten Werte prozentual bzw. relativ auf eine Basisgröße bezogen werden, die gleich 100 % gesetzt wird.
Indices eignen sich auch als Benchmark für die Anlagestrategie einer Asset Allocation.

Indexfonds


Als Indexfonds werden Wertpapierfonds bezeichnet, deren Zusammensetzung der eines zugrundegelegten Wertpapierindexes entspricht. Ziel eines solchen Fonds ist es, an der Wertentwicklung der jeweiligen Wertpapierindizes teilzunehmen. Indexfonds werden von den verschiedenen Investmentgesellschaften für nahezu jeden gängigen Wertpapierindex angeboten. Indexfonds haben im Vergleich zu herkömmlichen Aktienfonds eine relativ geringe Volatilität und stellen damit für den Anleger eine interessante Alternative zu anderen Formen der Aktienanlagen dar. Ein Vermögensverwalter wird nie sehr viel in derartigen Fonds investieren, da es sein Ziel meist ist, den Index zu schlagen.


Indikation


Die Indikation ist der erwartete erste Kurs nach Börsenbeginn. Beeinflusst wird diese Größe vom Vortagesschlusskurs und dem Kursverlauf im Nachthandel. Auch Kursbewegungen anderer Börsen, die noch nicht geschlossen haben, beeinflussen den ersten Kurs am folgenden Tag. Anhand von Richtung und Stärke der Einflussfaktoren kann eine Annahme über die Höhe des ersten Kurses zu Handelsbeginn getroffen werden. Näherungsweise lässt sich dieser auch berechnen.

Inhaberaktie


Eine Inhaberaktie ist ein Wertpapier, bei dem die verbrieften Rechte vom jeweiligen Inhaber geltend gemacht werden können, ohne dass dieser den Nachweis erbringen muss, der tatsächliche Inhaber der Aktie zu sein.

Insidergeschäft


Als Insidergeschäfte (bzw. -handel) werden an der Börse Käufe oder Verkäufe von Wertpapieren aufgrund vertraulicher Informationen bezeichnet, die in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind. Der Eingeweihte (oder Insider) besitzt diese Kenntnisse in der Regel aufgrund seiner beruflichen Aufgaben und Verantwortung. Insidergeschäfte sind unzulässig und können auch strafrechtlich verfolgt werden.

Innerer Wert


Der innere Wert einer Option errechnet sich als der Betrag, in dessen Höhe der Kurs des der Option zugrunde liegenden Basisobjekts bei Kaufoptionen den Basispreis übersteigt, bei Verkaufsoptionen hingegen unterschreitet.

Interimsschein


Vorläufige Bescheinigung über den Besitz von Wertpapieren vor ihrer endgültigen Ausfertigung; wird z.B. bei Neugründung einer Aktiengesellschaft ausgestellt.

Investition


Eine langfristige Anlage von Kapital in Sachwerten (zumeist Produktionsmittel wie neue Maschinen etc.) aber auch in Aktien wird Investition genannt.

Investmentbanking


Investmentbanking gehört zu den nationalen und internationalen Finanzdienstleistungen. Es handelt sich dabei vor allem um das Emissionsgeschäft, um den Handel mit  sowie die Beteiligungsfinanzierung. Investmentbanking wird von spezialisierten Investmentbanken und von den großen Universalbanken in einem eigenen Bereich betrieben. Spezialisierte Investmentbanken sind nicht im herkömmlichen Kredit- und Einlagengeschäft tätig.

Investmentfonds


Ein Investmentfonds ist eine Form der Geldanlage, in welcher die Anleger ihr Kapital einer sog. Investmentgesellschaft zwecks optimaler Anlage in einen gemischten Topf aus Wertpapieren, Immobilien o.ä. zur Verfügung stellen. Die jährlich ausgeschütteten Erträge werden zumeist direkt wieder zwecks Anteilserhöhung angelegt, können aber auch ausgezahlt werden. Die Institution, die die Investmentfonds verwaltet ist die Investmentgesellschaft oder Kapitalanlagegesellschaft (KAG).

J


Joint Venture


Joint Venture ist die englische Bezeichnung für Gemeinschaftsunternehmung. Hierbei handelt es sich um eine Form der Kooperation zwischen Unternehmen, oft verschiedener Nationalität. Für ausländische Investoren ist ein Joint Venture häufig der erste Schritt bzw. aufgrund der Gesetzgebung des Gastlandes die einzige Möglichkeit, um auf dem dortigen Inlandsmarkt Aktivität in Form von Direktinvestitionen zeigen zu können. In der Regel sehen die Gesellschaftsverträge dieser Joint Ventures allerdings nur eine (Minderheits-) Kapitalbeteiligung des ausländischen Unternehmens vor.

Junge Aktien


Junge Aktien sind die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegebenen Aktien. Sie sind für das laufende Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Nach erster Gewinnausschüttung fällt der Zusatz "jung" weg. Die bisherigen Gesellschafter haben einen rechtlichen Anspruch auf den Bezug solcher jungen Aktien, wobei sich der Umfang nach der Zahl ihrer alten Aktien richtet.

Junk Bonds

Im Falle einer nicht gesicherten Zahlungsfähigkeit des Schuldners oder mangels Bonität des Emittenten bezeichnet man solche Anleihen (mit einem meist hohen Zinscoupon) als Junk Bonds, sog. "Ramschanleihen".

 
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