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O

Obligation

Eine Obligation ist ein Instrument zur mittel- und langfristigen Kreditfinanzierung (Fremdfinanzierung). Hierunter versteht man ein Schuldverhältnis zwischen zwei oder mehreren Personen, in dem eine Partei Schuldner, die andere Gläubiger ist. Die Obligation wird auch als Anleihe, Schuldschein, Rentenpapier oder Bonds bezeichnet. Der Schuldner zahlt dem Kreditgeber (Anleger) einen festen Zinssatz über eine feste Laufzeit. Das Wertpapaier kann an der Börse zugelassen und gehandelt werden. Der Kurs der Obligation während der Laufzeit richtet sich nach Angebot und Nachfrage und ist der Relation zum Marktzins abhängig. Bei steigenden Zinsen verliert der Kurs der Obligation an Wert, bei fallenden Zinsen steigt er. Am Ende der Laufzeit wird das geliehene Kapital zurückgezahlt. Die Obligation ist als Geldwert inflationsgefährdet.

Offene Position

Als offene Position bezeichnet man Optionen oder Futures, aber auch z.B. Leerverkäufe auf Aktien, die nicht abgedeckt sind und somit ein Kursrisiko darstellen.

Offshore Märkte

Internationale Finanzplätze mit besonders günstigen Standorteigenschaften, insbesondere steuerlicher und/oder aufsichtsrechtlicher Art. Zu diesen Ländern gehören z.B. Liechtenstein, Bermudas, Niederländische Antillen oder British Virgin Islands.

Open End Zertifikat

Unter einem Open End Zertifikat bzw. Endlos Zertifikat versteht man ein Zertifikat, welches über keinen vorab festgelegten End-Termin verfügt. Im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit der Zertifikate ist die Laufzeit von Open End Zertifikaten somit nicht von vorneherein begrenzt. Zu den Zertifikate Typen, die in Form von Open End Zertifikaten angeboten werden, zählen vor allem Basket Zertifikate, Index Zertifikate und einige Hebel Zertifikate.

Option

Bedeutet allgemein das vertraglich eingeräumte Recht, einen Gegenstand unter bestimmten Bedingungen zu einem bestimmten Preis zu erwerben oder zu veräußern. Man unterscheidet nach Kauf- und Verkaufsoptionen. Optionen sind selbständig an der Börse handelbar. Im Optionsgeschäft an den internationalen Finanzplätzen sind folgende Begriffe geläufig: Call option, Put option.

Optionsgeschäft

Besondere Form des Termingeschäfts. Der Käufer einer Option erwirbt das Recht, vom Verkäufer (Stillhalter) innerhalb einer festgesetzten Frist entweder die Lieferung einer bestimmten Leistung (Kaufoption) oder ihre Abnahme (Verkaufsoption) zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis) verlangen zu können. Dafür muß der Käufer eine Prämie (Optionspreis) zahlen. Im Unterschied zu oder anderen Termingeschäften kann die Option (muß aber nicht) ausgeführt werden.

Order

Bezeichnung für einen Kauf- oder Verkaufsauftrag, insbesondere für Wertpapiere.

Outperformance Zertifikat

Dieses Wertpapier berechtigt zur Zahlung eines Differenzbetrages in Abhängigkeit von der Outperformance des Underlyings A (VW AG) gegenüber dem Underlying B (DAX): Die Rückzahlung ergibt sich zu (A-Schlusskurs mal A-Bezugsverhältnis) minus (B- Schlusskurs mal B-Bezugsverhältnis) in Euro, sofern dieser Betrag größer als null ist.

Oversold

Dieser Begriff steht für einen überverkauften Markt, d.h. die Preise sind schnell und stark gefallen, so dass mit einer Preiskorrektur zu rechnen ist. Gegenteil: Overbought

OTC

Over the Counter: über den Ladentisch - Bezeichnung für den außerbörslichen Handel mit börsennotierten Wertpapieren.

P

Paket

Größerer Nominalbetrag von Aktien einer Gesellschaft, die sich in einer einzigen Hand befinden. Der Handel damit - meist außerhalb der Börse - wird als Pakethandel bezeichnet.

Parikurs

Auch: Al Pari ist ein Börsenkurs oder ein Emissionspreis, der dem Nennwert des betreffenden Wertpapiers entspricht. Kurs (Preis) und Nominalwert sind gleich. Das Papier hat dann einen Parikurs von 100% (des Nominalwertes). Bei Aktien ist der Nominalwert der betragsmäßige Anteil am Aktienkapital.

Partizipationsschein


Von Schweizer Aktiengesellschaften ausgegebenes Beteiligungspapier, das zwar mit Vermögensrechten ausgestattet ist, jedoch im Gegensatz zur Aktie keine Mitgliedschaftsrechte, insbesondere , verbrieft. Die Gesellschaft schützt sich somit vor unerwünschten Einflüssen bzw. Überfremdung bei gleichzeitiger Zuführung von neuem risikotragenden Kapital. Partizipationsscheine sind in rechtlicher Hinsicht mit den Genußscheinen vergleichbar.

Penny Stocks

Aktien mit geringem Kurswert (z.B. weniger als ein Dollar), die besonders risikoreich sind, weil schon kleine Kursschwankungen hohe prozentuale Unterschiede ausmachen. Häufig trifft man auf diese Aktien im nordamerikanischen, australischen und asiatischen Markt.

Performance

Die Entwicklung des Wertes innerhalb eines Zeitraumes. Die Performance ist der Wertzuwachs in der jeweiligen Währung; kann aber auch in % der Wertsteigerung angegeben werden.

Performance-Fee

Die Gebühr eines Asset Mangers für die Netto-Performance der angelegten Assets. (auch Gewinnbeteiligung genannt)

Pfandbriefe

Pfandbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von privaten oder öffentlich-rechtlichen Realkreditinstituten (Hypothekenbanken) aufgelegt werden. Mit den Einnahmen aus der Emission von Pfandbriefen werden langfristige Hypothekendarlehen zur Finanzierung von Grundstücken und Gebäuden sowie Schiffen vergeben. Pfandbriefe werden mit erstklassigen Grundpfandbriefen besichert.

Pivots

Pivots sind Chartzonen bzw. Wendepunkte einer angegebenen Periode i. d. R. im tagesgleichen Handel. Auch wöchentliche Pivots oder Monatspivots sind denkbar. Händler nutzen diese Zonen beispielsweise zum Einstieg in den Markt oder zur Gewinnmitnahme. Der Pivot-Punkt ist das Ergebnis der Pivot-Berechnung und stellt eine mögliche Wendemarke im Chart dar. Grundsätzlich gilt: Je mehr Händler die Pivots zum Handeln nutzen, desto besser funktionieren sie. Man spricht von einer selbst erfüllenden Prophezeihung. Besonders in sehr aktiv gehandelten Terminmärkten haben diese errechneten Chartmarken mitunter eine hohe Bedeutung.

Plazierung

Der Verkauf (Unterbringung) von Wertpapieren in der Öffentlichkeit. Je mehr Käufer eine Emission erwerben, desto besser die Plazierung. Die breite Streuung soll die Gefahr eines Kurssturzes durch plötzliche Mengenverkäufe an der Börse verringern.

Portfolio

Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, um das Risiko zu streuen. In der Regel werden dabei mehrere Assets wie z.B. Aktien, Obligationen, Optionen, Immobilien etc. gemischt.

Power-Zertifikat

Mit einem Power-Zertifikat kann der Anleger oberhalb des Strikes quadratisch an der Entwicklung des teilnehmen. Die Auszahlung ist jedoch durch das Cap begrenzt. Das Zertifikat verfällt wertlos, falls der Preis des Underlyings intraday die Strike-Schwelle erreicht.

Prime Rate

Die Prime Rate ist ein von amerikanischen Banken berechneter Zinssatz für kurzfristige Kredite (meist mit 90 Tagen Laufzeit). Man kann die Prime Rate als eine Art Leitzins bezeichnen, da dieser Zinssatz sich auf das übrige Zinsgefüge stark auswirkt.

Put

Die englische Bezeichnung für "Verkaufsoption" ist "Put". Der Käufer derselben erwirbt das Recht - aber nicht die Pflicht - während der Laufzeit die angebotenen Wertpapiere zu den festgelegten Konditionen zu
verkaufen. Der Gegensatz dazu ist ein "Call" bzw. die Kaufoption.

Q

Quellensteuer

Steuer auf Zinsen und Dividenden, die nach dem Quellenprinzip erhoben wird. Die bekanntesten deutschen Quellensteuern sind die Lohnsteuer und die Kapitalertragssteuer auf Dividenden.


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