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R

Rallye


Die Tendenz steigender Kurse an der Börse wird als Rallye bezeichnet..

Rating

Um die Bonität eines Gläubigers festzustellen, bewerten Rating-Agenturen die Unternehmen aufgrund der Beurteilungen des Unternehmens, der Branche und auch des Länderrisikos. Nach einheitlichen Kriterien beurteilen sie Schuldner und deren Schuldverschreibungen auf Bonität und fassen das Ergebnis in einem Rating zusammen. Die Benotung reicht von ausgezeichneter Qualität bis zur Einstufung als hoffnungsloser Fall. Neben Anleihen von Staaten, Banken und Industrieunternehmen vergeben die Agenturen auch Ratings für Geldmarktpapiere und seit einigen Jahren auch für Investmentfonds. Das Rating zählt bei der Wertpapieranalyse zu den entscheidenden Investmentkriterien. Bekannte Rating-Agenturen sind Standard & Poor´s, Moody´s Investors Service und Morningstar. Diese treffen über standartisierte Risiko- und Kreditwürdigkeitsbeurteilungen eine Aussage über die Zahlungsfähigkeit eines Kreditnehmers. Diese liegen zwischen AAA (bestens) und D (Zahlungen werden eingestellt) oder in 1-5 Sternen.


Realtime

Der englische Begriff Realtime steht für "Echtzeit". Die Echtzeit ist bedeutungsgleich mit den jeweils aktuellen Notierungen der Aktien an den Börsen. Normalerweise werden Kurse mit einer zeitlichen Verzögerung bekanntgegeben; bei der Echtzeit (Realtime) verfolgt man den Handel zeitgleich.


Realzins


Zinssatz, der sich durch Abzug der Inflationsrate vom Nominalzins ergibt. Beträgt zum Beispiel der (nominale) Zinssatz eines festverzinslichen Wertpapiers 7% und die Inflationsrate 3%, dann beträgt der Realzins 4%.

Referenzzinssatz


Als Referenzzinssatz bezeichnet man einen für eine bestimmte Laufzeit, Währung und Anlage- bzw. Kreditform repräsentativen Zinssatz. So wird der  als Referenzzinsatz für Geldanlagen oder Kreditaufnahmen in Deutscher Mark am Geldmarkt verwendet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass jeder Teilnehmer am Geldhandel genau zu diesem Zinssatz seine Geldanlagen oder Geldaufnahmen tätigen kann. Der Zinssatz des einzelnen kann von dem Referenzzinsatz nach oben oder unter abweichen. Der genaue Satz hängt von der Bonität des einzelnen sowie den augenblicklichen Angeboten der Marktkontrahenten ab.

REIT


Die Abkürzung REIT steht für den englischen Begriff Real Estate Investment Trust. Das sind börsennotierte US-Investmentgesellschaften. Sie investieren das Kapital der Anleger zu mindestens 75 Prozent in den US-Immobilienmarkt.

Relative Stärke Index nach Levy


Der Relative Stärke Index nach Levy ist eine technische Aktienkennzahl und berechnet sich aus dem aktuellen Kurs in Relation zu einem gleitenden Durchschnitt z.B. für 5, 20 oder 250 Tage. Es entstehen dabei Werte, die um 100% herum schwanken. Erhält man einen Wert über 100%, so hat sich die Aktie im betrachtenen Zeitraum positiv von ihrem gleitenden Durchschnitt entfernt, die Aktie befindet sich in einem Aufwärtstrend und umgekehrt.

Rendite


Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung (Effektivverzinsung) des eingesetzten Kapitals. Die Rendite wird zumeist in Prozenten angegeben. Sie differiert nahezu immer mit dem Prozentsatz des Nominalzinses oder der Dividende, weil der Erwerbskurs nicht mit dem Nennwert übereinstimmt. Für die Berechnung wird der Ertrag (Dividende, Zins), zum Beispiel 6%, in Beziehung zum Kurs, z.B. 150 %, gesetzt. (6x100) / 150 = 4% Rendite.

Renditesammler-Zertifikat


Renditesammler-Zertifikate gewähren einen vollständigen Kapitalschutz und bieten am Ende der Laufzeit eine zusätzliche Zinsszahlung. Dabei wird die Performance des Basiswertes  in vorher festgelegten Zeiträumen (monatsweise, quartalsweise, ...) betrachtet und meist sowohl nach oben als auch nach unten beschränkt (z. B. auf maximal +/- 7% pro Quartal). Diese Werte werden aufsummiert und ergeben die Höhe der Zinszahlung.

Rentenfonds


Investmentfonds, der sich ausschließlich oder überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren zusammensetzt.


Report

In der Welt der Börse ist ein "Marktbericht" gemeint.

Research

Systematische Untersuchung von wert- und kursbestimmenden Faktoren. Research ist ein Bestandteil der Fundamentalen Wertpapieranalyse.


Return of Investment

(ROI) Kennzahl, die das Verhältnis von Gewinn zum Gesamtvermögen darstellt. Der ROI kann auch als Produkt aus Umsatzrentabilität (Gewinn/Umsatz) und Vermögensumschlagshäufigkeit (Umsatz/Gesamtvermögen) berechnet werden, führt aber am Ende zum oben genannten Verhältnis.

Reverse-Index-Zertifikat


Mit einem Reverse-Index-Zertifikat kann ein Anleger auf sinkende Indices setzen.Der Preis des Zertifikats  entspricht der Differenz aus Indexstand und Strike unter Berücksichtigung einer eventuellen Ratio und der Währungsumrechnung.

Rolling-Discount-Zertifikat

Ein Rolling-Discount-Zertifikat investiert in welchselnde Discount-Zertifikate mit kurzer Restlaufzeit auf das jeweilige Underlying.


S

Sekundärmarkt

Bezeichnet als Gegenstück zum Primärmarkt den Umlaufmarkt für bereits begebene Wertpapiere. Wertpapierbörsen sind die wichtigsten Sekundärmärkte.


Settlement


Mit Settlement wird die Erfüllung eines Finanzgeschäftes, insbesondere eines Termingeschäftes bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Cash-Settlement (Differenzausgleich in Geld) und physischem Settlement (Lieferung des Basiswertes).

Schneeballsystem

Hierbei handelt es sich um eine verbotene Vertriebsform von Finanzprodukten. Voraussetzung dafür ist, das ein Emittent vollkommen freie Verfügung über die Gestaltung des Produktes hat und der staatlichen Kontrolle entziehen kann. Er verspricht seinen Anlegern sehr hohe Renditen, ohne dass diese das Zustandekommen transparent überprüfen können. Kann der Emittent diese Renditen nicht mit der Anlage seines Fonds (meist Hedgefunds) nicht erzielen, füllt der die erwartenden Ausschüttungen der Alt-Anleger mit den Einzahlungen neuer Anleger auf. Ein Schneeballsystem bleibt solange unbemerkt, als dass der Emittent immer wieder sehr viele Neuanleger findet, um diese Renditen auszuzahlen. Kommt das Neugeschäft ins Stocken, dann können die Renditen nicht ausgezahlt werden und die Anleger haben somit keinen "Schneeball" mehr in der Hand, sondern nur noch das "Wasser", d.h. sie haben einen Totalverlust innerhalb kurzer Zeit erlitten.
Im Vertrieb von Konsumartikel kommt es auch zu einem Schneeballeffekt, wenn die Verteiler des Produktes ihre Verteilerstufe immer wieder dadurch erweitern, dass Kunden ihre erworbenen Produkte an eine nächste Stufe Kunden weiterverkaufen, die dann wiederum Verkäufer werden. Mit jeder Stufe dieses Vertriebs erhöht sich der Preis durch die Vertriebskosten bis er so hoch ist, dass die unterste Stufe keine Kunden mehr findet und auf der Ware sitzen bleibt.


Shareholder Value


Nutzen der Aktionäre, Aktionärsvermögen. Der Shareholder-Value-Ansatz beinhaltet alle Aspekte einer Unternehmensführung, die sich an dem Aktionärsvermögen als Zielgröße ausrichtet. In der Beratungspraxis wurden verschiedene Ansätze entwickelt, die folgende Gemeinsamkeit aufweisen: eine an Zahlungsströmen orientierte, langfristige Sichtweise, die die Erwartungen der Kapitalgeber zur Meßlatte erfolgreicher Unternehmenstätigkeit macht. Die Erwartungen richten sich nach den Opportunitätskosten, die Kapitalgebern durch die Investition in ein Unternehmen entstehen.

Sharpe Ratio


Die Sharpe Ratio misst die Überschussrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Zunächst einmal enthält sie im Zähler die sogenannte Überschussrendite. Darunter versteht man die über die sichere Geldanlage hinausgehende Rendite. Wenn also der risikolose Geldmarkt drei Prozent und der ausgewählte Fonds zehn Prozent abgeworfen haben, so hat letzterer eine Überschussrendite von sieben Prozent. Diese wird in das Verhältnis gesetzt zum Risiko, ausgedrückt als Volatilität. Eine positive Sharpe-Ratio zeigt an, dass gegenüber der risikolosen Geldmarktanlage eine Mehrrendite erwirtschaftet wurde. Zum anderen zeigt sie an, in welchem Verhältnis diese Mehrrendite zum eingegangenen Risiko steht. Umgekehrt verdeutlicht eine negative Sharpe-Ratio kleiner Null, dass noch nicht einmal die Geldmarktverzinsung übertroffen wurde.

short


Hat ein Anleger eine Position verkauft, ohne sie zu besitzen (leerverkauft), bezeichnet man ihn als short. Er verkauft also in der Erwartung, seine dann offene Position zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen (glattgestellen) zu können. Shortpositionen ergeben sich aus dem Verkauf eines Optionskontraktes und bezeichnet die Wertpapierschuld nach einem Leerverkauf. Hierbei haben die Verkäufer Wertpapiere verkauft, die sie gar nicht besitzen, um sie später bei Kursrückgang wieder günstiger erwerben zu können. Sie sind also bearish eingestellt und erwarten Kursrückgänge. Das Gegenteil von short ist long.


SOFFEX


Abkürzung für Swiss Options and Financial Futures Exchange. Sie war die Schweizer Börse für Optionen und Finanz-Futures und ist durch die Fusion mit der Deutschen Terminbörse 1998 zur Eurex geworden.

Sparplan

Regelmäßige Einzahlung eines bestimmten Betrags in einen Fonds oder auf ein Depot. Vorteile: Cost-Average-Effect; die Entscheidung über das richtige Timing entfällt. Sparpläne erfordern meist eine Zielsetzung und daraus eine Zielsparsumme.

Spekulant

Ein Spekulant ist ein Marktteilnehmer, der seine Tätigkeit darauf ausrichtet, einen erwarteten Preisvorteil bei Wertpapieren an der Börse zu nutzen. Der Spekulant geht somit ein Risiko ein, um Kursgewinne eher kurzfristiger Art zu realisieren und sorgt somit auch für eine erhöhte Marktliquidität. Das Gegenteil: Hedger

Spezialfonds

Investmentfonds lassen sich bezüglich ihres Anlegerkreises in Publikums- und Spezialfonds unterteilen. Während die Anlage in Publikumsfonds für jeden Anleger möglich ist, steht die Anlage in Spezialfonds nur institutionellen Anlegern offen. Im Gegensatz zu einem Publikumsfonds haben die Anteilseigner eines Spezialfonds ein Mitspracherecht hinsichtlich der Anlageentscheidungen. Hauptkunden von Spezialfonds sind Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Stiftungen und Sozialversicherungsträger.

Spin Off

Bei einem Spin-Off gliedert ein bestehendes Unternehmen einen Teil als eigenständige Firma an der Börse aus. Die Aktionäre des Unternehmens erhalten bei dieser Maßnahme die Anteile des ausgegliederten Unternehmens gratis dazu bzw. erhalten zumindest für das ausgegliederte Unternehmen.

Split


auch: Stock Splitting - Englische Bezeichnung für: Teilung. Allgemein bedeutet Splitting im Börsenwesen: Die Aufteilung einer Aktie bzw. eines Investmentanteils, deren Kurs bzw. Preis auf einen sehr hohen Betrag gestiegen ist, in zwei oder mehrere neue Papiere, deren Gesamtwert mit dem Wert des alten Wertpapiers übereinstimmt. In den USA ist Splitting eine gängige Methode im Aktienwesen. Zweck: Die Vermeidung von optisch zu hohen Kursen bei Aktien (aus schweren sollen leichte Wertpapiere gemacht werden). Eine Verkleinerung bewirkt also, dass das Wertpapier dem Anleger attraktiver erscheint. Somit erhält auch der Investor, der nur über einen geringen Betrag verfügt, die Möglichkeit, Investmentanteile oder Aktien zu kaufen; die Handelbarkeit der Effekten nimmt zu.

Spread

Differenz zwischen zwei Preisen oder Zinssätzen. In der Börsensprache die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs (Bid/ Ask-Spread). Auch die Strategie des gleichzeitigen Kaufs und Verkaufs von Optionen der gleichen Optionsklasse zum Zweck der Eingrenzung von Gewinn- bzw. Verlustmöglichkeiten. Laufzeiten und Basispreise können hierbei voneinander abweichen.

Stammaktien


Sie verbriefen die gewöhnlichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Aktionärsrechte. Gegensatz: Vorzugsaktien

Stillhalter

Verkäufer eines Option, der die Verpflichtung eingeht, den Basiswert zu kaufen bzw. zu verkaufen, falls der Optionskäufer sich entschließt, seine Option auszuüben.

Stockdividende

Einige Unternehmen schütten keine Dividende aus, sondern bieten ihren Aktionären  an. Diese wird steuerrechtlich genauso behandelt wie die Dividende, ist also zinsabschlagssteuerpflichtig.

Stop-buy-Order

Kaufauftrag, der billigst ausgeführt wird, sobald der Kurs ein gesetztes Limit überschreitet.

Stop-loss-Order

Wörtlich zu übersetzen mit Verlustbegrenzungs-Auftrag. Um eventuellen Kursrückschlägen bei Aktien mit einer hohen Schwankungsbreite den Schrecken zu nehmen, können vom Asset Manager Stop-loss-Aufträge abgegeben werden. Natürlich sollte der Stop-loss-Kurs (knapp) unterhalb des zuletzt ermittelten Kurses liegen. Der Verkauf wird dann automatisch ausgeführt, wenn der aktuelle Tageskurs der Aktie den Stop-loss-Kurs unterschreitet. Je geringer die Differenz zwischen Tageskurs und Stop-loss-Kurs, desto geringer fällt der eventuelle Verlust aus. Anlegerverdruß tritt ein, wenn der Stop-loss-Kurs zu hoch angesetzt wurde, die Aktie verkauft wurde und danach der Kurs wieder ansteigt. Bei Wachstumsaktien ist das Aufgeben eines Stop-loss-Auftrages unnötig.


Stop-Order


Eine Stop-Order kann bei jedem börsennotierten Finanzinstrument ( Aktien, Futures, Devisen etc ) angewendet werden. Man unterscheidet zwischen der Stop-Market-Order und der Stop-Limit-Order. Platziert man z.B. zum Kauf einer Aktie eine Stop-Market-Order über dem aktuellen Marktpreis, wird die Order beim Erreichen des Kurses an der Börse ausgelöst und die Aktie wird automatisch zum nächst möglichen Marktpreis gekauft. Will man die Aktie per Stop-Market-Order verkaufen, platziert man die Order mit einem Kurs unterhalb des aktuellen Marktpreises. Wird der gewünschte Preis am Markt erreicht, wird hier eine Market-Verkaufsorder ausgelöst. Bei Stop-Limit-Orders wird die Order ebenfalls beim Erreichen des Stop-Preises an der Börse ausgelöst. Die Order wird dann aber nicht zur Market, sondern zur Limit-Order. Gibt man z.B. eine Stop-Limit-Order zum Kauf bei 103,80 und der Marktpreis erreicht 103,80, wird automatisch eine Kauforder gegeben zum Limitpreis von maximal 103,80. Ist der Marktpreis nun aber sofort über 103,80 gestiegen, wird die Order nicht ausgeführt. Stop-Orders werden ausgeführt um Verluste nach oben oder unten zu begrenzen und um bei Marktbewegungen nach oben wie nach unten schnell mit einer ausgeführten Order im Markt dabei zu sein.

Strike


Auch Basispreis eines Optionsscheines oder Knock-Outs.

Stückelung

Gibt an, auf welchen Nennwert die einzelnen Abschnitte einer Anleihe oder die Aktien einer Gesellschaft lauten.


Swap

Als Alternativen zu direkten Finanzierungen (Anleihe, Festsatzkredit) an den internationalen Finanzierungsmärkten haben sich Zins- und Währungsswaps als Quelle für kostengünstiges festverzinsliches Fremdkapital erwiesen. Bei dem reinen Zinsswap geht es um den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einer Währung für eine bestimmte Laufzeit. Wesentlich ist, dass die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen unterliegen und durch den Swap keine gegenseitigen Kapitalforderungen entstehen. Sinn eines solchen Tausches ist es, den relativen Vorteil, den jeweils eine Partei gegenüber der anderen aufgrund ihrer Stellung an einem bestimmten Finanzmarkt hat, mit der anderen Partei zu tauschen. Das gleiche gilt auch sinngemäß für Währungsswaps. Hauptmerkmal eines Währungsswaps ist, dass die zu tauschenden Verbindlichkeiten in verschiedenen Währungen begründet sind.


 
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